
Unser Team
Was macht eigentlich ein Genehmigungsplaner?
Benjamin Hertel ist Genehmigungsplaner für Leitungseinführungen. Er kümmert sich ausschließlich um die Leitungseinführungen in die Umspannwerke des Ersatzneubaus Oberbachern-Ottenhofen. Hier erfahren Sie unter anderem, warum Leitungseinführungen spezielle Genehmigungsplanerinnen und -planer erfordern.
Planung und Genehmigung – kaum ein Wortpaar fällt im Kontext des Leitungsbaus häufiger. Schließlich ist die Planung nicht nur theoretisch, sondern muss praktisch funktionieren und genehmigungsfähig sein. Am Ende soll die neue Leitung stehen. Der Infrastrukturausbau ist gesetzlich geregelt und wird von Behörden geprüft. Genehmigungsplanerinnen und -planer sorgen dafür, dass die Planung diesen Prüfungen standhält. So auch Benjamin Hertel. Als Genehmigungsplaner für Leitungseinführungen kümmert er sich um die Bereiche des Ersatzneubaus, die in die Umspannwerke rein- und rauslaufen. Seine ersten Erfahrungen mit Leitungsbauprojekten sammelte er während seines Studiums als Werkstudent beim regionalen Netzbetreiber Bayernwerk.
Leitungseinführungen gibt es an jedem Umspannwerk: bei uns in Oberbachern, Ottenhofen und Neufinsing. Hier zu sehen sind die zahlreichen Leitungen, die das Umspannwerk Oberbachern verlassen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Umspannwerke von vielen Masten „umkreist“ sind. Dies ist der Aufgabe eines Umspannwerks geschuldet, Strom auf die verschiedenen Spannungsebenen zu bringen.
Benjamins Arbeitsalltag besteht vorwiegend aus Büroarbeit: Er erstellt Unterlagen mit Unterstützung von Dienstleistern aus der Umweltplanung und Trassierung und stimmt sich mit den Verantwortlichen für den Umbau der Umspannwerke ab. Das nimmt viel Zeit in Anspruch – und das, obwohl es „nur“ um die Leitungseinführungen geht. Aber die räumlichen Herausforderungen bei den Leitungseinführungen sind erheblich. Die Umspannwerke binden künftig nicht nur die 380-kV-Leitung, sondern auch weitere Leitungen, wie die des Bayernwerks, an.
Daher gibt es viele Masten in unmittelbarer Näher der Umspannwerke. Der Platzmangel erzeugt Schwierigkeiten, die besonderer Fachkenntnisse bedürfen. Neben dem begrenzten Platz sind auch Kreuzungen anderer Leitungen ein komplexes Problem, das der Planer bei Leitungseinführungen unbedingt beachten muss.
„Die Arbeit lebt von den Überraschungen“
Der Büroalltag beinhaltet aber auch Überraschungen, berichtet Benjamin. Insbesondere der Kontakt mit den betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern und den Gemeinden entlang der Trasse bringt Abwechslung in den Alltag. Er steht häufig mit ihnen in Kontakt: „Es ist sehr wichtig, dass alle mitgenommen werden. Die Energiewende gelingt nur, wenn alle mitziehen."
