​Artenschutz im Fokus

Minderungsmaßnahmen beim Projekt 

Oberbachern Ottenhofen


Der Schutz von Natur und Umwelt ist uns ein zentrales Anliegen bei sämtlichen Bauprojekten – so auch beim Ersatzneubau Oberbachern – Ottenhofen. Grundsätzlich versuchen wir, den Eingriff so gering wie möglich zu halten. Falls etwas unvermeidbar ist, ergreifen wir aktiv Maßnahmen, die den Einfluss auf die betroffenen Tiere mindern. Doch was genau sind Minderungsmaßnahmen und wie werden sie in diesem Projekt umgesetzt?

Was sind Minderungsmaßnahmen?

Minderungsmaßnahmen sind spezielle Maßnahmen, die darauf abzielen, negative Auswirkungen eines Bauprojekts auf bestimmte Arten zu reduzieren und deren Lebensräume zu schützen. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil des Planfeststellungsverfahrens und werden oft in Kombination mit sogenannten Kompensationsmaßnahmen umgesetzt. Während Kompensationsmaßnahmen darauf abzielen, Lebensräume aufzuwerten oder wiederherzustellen, konzentrieren sich Minderungsmaßnahmen auf den direkten Schutz der vom Projekt betroffenen Arten.

Und was passiert in unserem Projekt?

Im Rahmen unseres Projekts Oberbachern – Ottenhofen setzt TenneT verschiedene Minderungsmaßnahmen um, um den Artenschutz zu gewährleisten. Betroffen sind diverse Vogelarten, wie die Feldlerche, der Grauspecht oder Turmfalke; darüber hinaus auch Fledermäuse, Zauneidechsen oder Biber.

Fledermausschutz

Um Fledermäuse zu schützen, hängen wir Fledermauskästen an große, alte Bäume. Diese schaffen ein Zuhause für die nachtaktiven Tiere. Die Fledermäuse können dort beispielsweise tagsüber schlafen oder ihren Nachwuchs aufziehen.

Fledermauskasten an Baum

Bauzeitliche Ersatzlebensräume für verschiedene Tierarten

Während der Bauphase brauchen wir Flächen unmittelbar, sodass die Lebensräume unterschiedlicher Arten zeitweise verloren gehen. Daher richten wir Nistkästen, Blühstreifen oder sogenannte Feldlerchenfenster ein. Auch die Pflege von Gewässern oder das Auslichten von Wäldern gehören dazu. 

Lebensräume für Zauneidechsen

Für die streng geschützte Zauneidechse schaffen wir Ersatzlebensräume. Dazu gehören trockenwarme, grasige Flächen und Versteckstrukturen wie zum Beispiel Stein- und Totholzhaufen. 


Zauneidechse © istockphoto.com/MirekKijewski

Maßnahmen für Höhlen-, Gehölz- und Offenlandbrüter

Für sogenannte Höhlenbrüter bringen wir Vogelnistkästen an geeigneten Bäumen an. Wie der Name schon verrät, haben diese Vögel ihre Nester in Höhlen und brüten dort ihren Nachwuchs aus. 

Durch die Pflege und Aufwertung von Gehölzen verbessern wir die Brutbedingungen für Vögel, die in Büschen und Sträuchern nisten, sogenannte Gehölzbrüter.

Vögel, die hingegen im Offenland brüten, werden Offenlandbrüter genannt. Im Zuge des Projekts werten wir Acker- und Grünflächen auf. Blühstreifen und Feldlerchenfenster helfen dabei. 

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