Unser Team

Fabienne Schmidt

Referentin für Dienstbarkeiten

Container for the scroll indicator

(Will be hidden in the published article)

Beim Leitungsbau beansprucht TenneT zwangsläufig Flächen – denn irgendwo müssen die neuen Masten stehen. Die Flächen sind in der Regel Eigentum von Privatpersonen oder Kommunen. Mit ihnen vereinbaren wir die nötigen Nutzungsrechte, sogenannte Dienstbarkeiten, die ins Grundbuch eingetragen werden. Diese sind nötig, damit wir das Grundstück später beispielsweise für Instandhaltungsarbeiten betreten können. Wir stellen Fabienne Schmidt vor, sie ist für Dienstbarkeiten in unserem Projekt zuständig. Neben Oberbachern-Ottenhofen betreut sie für TenneT die Juraleitung und das Projekt Isar-Altheim. 

​Fabienne Schmidt

Was macht eine Juristin bei TenneT?

Als Volljuristin befasst sich Fabienne vornehmlich mit dem Thema der Grundstückssicherung. Sie sorgt also dafür, dass genügend Flächen für die Leitungserneuerung zur Verfügung stehen. Dazu gehören nicht nur Flächen, auf denen später die Masten stehen, sondern zum Beispiel auch Kompensationsflächen. Sie führt Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern und kalkuliert Entschädigungen auf gesetzlicher Grundlage. Im Netzausbaubeschleunigungsgesetz Übertragungsnetz 2.0 ist die Praxis der Entschädigungen nämlich genau geregelt. 

Fabienne ist an drei Tagen die Woche im Homeoffice, ansonsten arbeitet die 29-Jährige aus dem Hauptquartier in Bayreuth. Es kommt auch vor, dass sie vor Ort an der Leitung unterwegs ist, beispielsweise bei Terminen mit Grundstückseigentümern oder bei Infoveranstaltungen. „Ich bereite Verträge vor, stimme Termine mit Betroffenen ab, verhandele Rahmenvereinbarungen oder bereite Projektinformationen aus meinem Bereich auf, wenn die Kolleginnen und Kollegen sie benötigen“, erklärt Fabienne. 

Wie unterscheiden sich die Betroffenheiten und wie wirkt sich das auf deine Arbeit aus?

„Der Umgang mit Behörden ist schon ein ganz anderer als mit Privatpersonen. Behörden haben in der Regel einen anderen Wissensstand, daher ist die Kommunikation viel förmlicher und fachbezogener als mit Privatpersonen. Privatpersonen wollen vor allem genau wissen, inwiefern sie betroffen sind, verständlicherweise. Unsere Aufgabe und unser Anspruch ist es, darauf Rücksicht zu nehmen. Deshalb nehmen wir uns viel Zeit, um im persönlichen Dialog Informationen auszutauschen. Durch den unterschiedlichen Wissensstand entwickeln die Beteiligten natürlich auch verschiedene Erwartungshaltungen zur Thematik. Insofern unterscheiden sie sich also hinsichtlich ihrer juristischen Rolle, aber auch dahingehend, wie wir mit ihnen kommunizieren.“

Welche Besonderheiten gibt es beim Ersatzneubau Oberbachern-Ottenhofen?

„Das Projekt zeichnet sich in erster Linie durch technische Herausforderungen aus. Im juristischen Teil des Projekts ist mir aufgefallen, dass die Leitung mit ihren 50 Kilometern zwar nicht zu den ganz großen Projekten gehört, was die Trassenlänge angeht. Dennoch investieren wir auch hier viel Zeit und Engagement, um jedem Einzelfall gerecht zu werden. Das ist das Spannende an meinem Job: Es gibt beim Flächenmanagement gesetzliche Rahmenbedingungen, klare technische Vorgaben und Prozesse. Aber letztlich ist jeder Fall ein Einzelfall“, erklärt Fabienne Schmidt abschließend.

Ein Großteil der Flächen, für die wir Dienstbarkeiten vereinbaren, sind Äcker oder Waldflächen. Die Leitung Oberbachern-Ottenhofen verläuft aber auch über Flächen, die keine einfachen Felder und Wälder sind. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, auch bei Sonderfällen wie Sportstätten oder touristisch genutzten Flächen eine zufriedenstellende Lösung für alle Beteiligten zu finden.

Nächster Artikel

Modernisierung des Umspannwerks in Ottenhofen
Wir machen das Umspannwerk Ottenhofen fit für die Energiewende. ​Eine besondere Herausforderung war der Transport der neuen Kompensationsspule.
Lesen
© TenneT TSO GmbH    Datenschutz  -   Impressum  -   Disclaimer