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Dienstbarkeiten, Grundbuch, Abstimmungstermine – klingt trocken? Nicht für Theresa Werner, denn ihr Job ist alles andere als ein „reiner Bürojob“. Im Interview erzählt sie, wie sie zu TenneT gekommen ist, welche Fähigkeiten in ihrem Spezialbereich gefragt sind und wo sie ihre Energie am liebsten auftankt.
Wer an die Energiewende denkt, sieht vor dem inneren Auge zunächst Windräder oder Strommasten – doch die fertigen Bauwerke stehen ganz am Ende eines langen Prozesses. Weniger sichtbar, aber entscheidend für das Gelingen der Energiewende, sind die Menschen, die im Hintergrund für Planung und Genehmigung zuständig sind. Sie schaffen die notwendigen Grundlagen, damit Projekte wie der Ersatzneubau Oberbachern – Ottenhofen überhaupt umgesetzt werden können. Eine dieser Expertinnen ist Theresa Werner, Referentin für Dienstbarkeiten. Sie sorgt dafür, dass alle erforderlichen Grundstücksrechte vorliegen, und schafft damit die Basis dafür, dass nicht nur geplant, sondern auch gebaut werden kann.
Wie alles bei TenneT begann
Seit Anfang 2022 ist Theresa bei TenneT tätig, seit dem vergangenen Jahr auch als Teil des Projektteams Oberbachern – Ottenhofen. Auf ihre heutige Position wurde sie damals eher zufällig aufmerksam: Über eine Jobplattform stieß sie auf die Ausschreibung, die sie schließlich zu TenneT führte.
Dabei hatte Theresa ursprünglich einen ganz anderen beruflichen Weg eingeschlagen: Sie absolvierte eine Ausbildung zur Bankkauffrau und schloss anschließend eine Weiterbildung zur Betriebswirtin an. Heute bringt sie dieses Wissen gewinnbringend in ihre Arbeit rund um die Dienstbarkeiten ein.
Was braucht man für die Stelle als Referentin für Dienstbarkeiten?
In der Bank war Theresa im Bereich Immobilienfinanzierung tätig und hat sich dadurch einige Kenntnisse über das Grundbuch, Dienstbarkeiten und die Kommunikation mit Notarinnen und Notaren sowie Ämtern aneignen können. Die Grundkenntnisse rund um das Thema haben ihr für ihren Einstieg bei TenneT sehr weitergeholfen.
Grundsätzlich könne sich „jede und jeder, der lernbereit, wissensdurstig und engagiert ist, in die breitgefächerte Thematik einarbeiten“, so Theresa. Gerne gesehen sind zum Beispiel Bewerbungen von Notarfachangestellten, da es hier sehr viele Überschneidungen im Themengebiet gibt.
Neben dem fachlichen Wissen benötigt man vor allem eines: ein hohes Maß an Fingerspitzengefühl und Empathie. Denn die Gespräche mit den Eigentümerinnen und Eigentümern von Flächen, die wir für den Bau benötigen, drehen sich oft um persönliche Anliegen. „Neben sachlichen Fragen dazu, wie ein Grundstück betroffen ist und welche Entschädigungszahlungen geleistet werden, spielen oft individuelle Sorgen und Emotionen eine große Rolle“, berichtet Theresa. Hier ist es wichtig, aufmerksam zuzuhören, die Perspektive der Menschen einzunehmen und ihre Bedenken ernst zu nehmen. Gleichzeitig braucht es Verhandlungsgeschick, um die Interessen des Projekts mit den Bedürfnissen der Eigentümerinnen und Eigentümer in Einklang zu bringen.
Was macht den Job der Dienstbarkeits-Referentin im Alltag aus?
Besonders viel Freude bereitet Theresa an ihrer Tätigkeit, dass sie äußerst abwechslungsreich ist – und alles andere als ein klassischer Bürojob ist: Sie ist viel unterwegs, im direkten Austausch mit Eigentümerinnen und Eigentümern, Gemeinden und weiteren Stakeholdern. Dadurch hat sie die Gelegenheit, zahlreiche Menschen vor Ort persönlich kennenzulernen – inklusive der vielfältigen Geschichten, Erfahrungen und Hintergründe, die sie mitbringen.
Neben den Terminen vor Ort gehören auch interne Abstimmungen zu ihren täglichen Aufgaben. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen beleuchtet sie unterschiedliche Fragestellungen, um tragfähige und nachvollziehbare Lösungen für die betroffenen Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Pächterinnen und Pächter zu finden. Diese enge Zusammenarbeit im Team ist für Theresa ein zentraler Bestandteil ihrer Arbeit – und ein wichtiger Faktor dafür, dass Projekte wie Oberbachern – Ottenhofen erfolgreich umgesetzt werden können.
Und was macht Theresa sonst gerne?
In ihrer Freizeit ist sie sehr viel draußen unterwegs, fährt viel Fahrrad und im Winter Ski. Außerdem gehört kreatives Arbeiten für sie ganz selbstverständlich dazu: Sie bastelt nebenbei viel und ist hin und wieder auf Wochenmärkten mit ihren selbst gestalteten Dekorationsartikeln anzutreffen.
Zusätzlich engagiert sie sich in der Vorstandschaft ihrer Dorfgemeinschaft und kümmert sich aktiv um das Dorfleben. „Menschen zusammenzubringen ist für mich eine prima Art, Energie zu tanken“, so Theresa.
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